FREIE WÄHLER: Die Startbahngegner werden am Ende die Gewinner sein!

- Erläuterten die Lage der 3. Statbahn vor Ort (v.l.): Michael Buchberger ( Bürgerinitiative Attaching), Manfred Pointner (MdL der FREIEN WÄHLER und Flughafenexperte), Hubert Aiwanger (Vorsitzender der FREIEN WÄHLER), Benno Zierer (FREIE WÄHLER, dritter Bürgermeister der Stadt Freising) und Georg Wiester (Erster Bürgermeister Gemeinde Eitting/Lkr. Erding).
Fraktion unterwegs der FREIEN WÄHLER am Montag in Attaching
München (do). Landtagsabgeordnete der FREIEN WÄHLER sind am Montag mit Gegnern des Baus einer dritten Startbahn am Flughafen München zusammengekommen. Beim Ortstermin in Attaching begrüßte der ehemalige Landrat des Landkreises Freising, der Flughafenexperte und Landtagsabgeordnete Manfred Pointner, Mitglieder des Aktionsbündnisses „AufgeMUCkt“ und der Bürgerinitiative Attaching, den Vorsitzenden der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, den Freisinger Landrat Michael Schwaiger (FREIE WÄHLER) sowie Benno Zierer (FREIE WÄHLER), Dritter Bürgermeister der Stadt Freising. Aiwanger sagte, die beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen das Großprojekt eingereichten 22 Klagen sprächen eine deutliche Sprache. „Wir sind hergekommen, um uns die Sorgen und Nöte der Flughafenanwohner anzuhören. Wir wollen uns aber nicht damit befassen, wie wir Menschen später finanziell entschädigen können – wir wollen die dritte Bahn verhindern. Ich finde es bemerkenswert, dass der Widerstand gegen den Bau einer dritten Startbahn inzwischen auch in der Landtags-CSU um sich greift und sogar Flughafenchef Kerkloh einräumt, durch eine bessere Fernverkehrsanbindung des Flughafens München könne eine dritte Startbahn überflüssig werden.“
„Die Flughafen München GmbH wird angesichts des gewaltigen Gegenwindes aus der Bevölkerung langsam nervös“, stellte auch Pointner fest: „Vertreter der FMG behaupten neuerdings, sie benötigten die dritte Startbahn bereits ab 430.000 Flugbewegungen jährlich, um ihr Ziel einer Umstiegsdauer von maximal 30 Minuten zu erreichen. Ihr eigenes Gutachten hat jedoch erst vor kurzem ergeben, dass die derzeitigen zwei Bahnen erst ab 480.000 Bewegungen p.a. ausgelastet sind. Das zeigt, dass der FMG die Argumente ausgehen, zumal die Flugbewegungen in jüngster Zeit klar rückläufig sind“, so Pointner. Michael Buchberger, Vorstandsvertreter der Bürgerinitiative Attaching, zeigte die dramatischen Auswirkungen einer dritten Startbahn für seinen Heimatort auf: „Attaching würde nach den derzeitigen Planungen täglich 531-mal in einer Höhe von 50 bis 80 Metern überflogen – das ist weniger als die Höhe der Münchner Frauenkirche. Dabei darf der Flughafen eigentlich nicht lauter als 63 dB(A) werden. Kommt die dritte Startbahn, werden es in Attaching 71 dB(A) Dauerschall sein. Das bedeutet eine erhebliche Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung, denn Dauerlärm macht krank.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde ein Fluglärmgenerator vorgeführt, um an ausgesuchten Lärmreferenzpunkten im Eittinger Moos und im Schwaiger Moos aufzuzeigen, welche Lärmsteigerung die Inbetriebnahme einer dritten Startbahn zur Folge hätte. Aiwanger zeigte sich zum Abschluss dennoch optimistisch: „Die Folgen des Monsterprojekts ‚dritte Startbahn‘ für die Menschen der Region Erding/Freising wären untragbar. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Piste niemals gebaut wird, denn Seehofer wird sie vor der Landtagswahl 2013 nicht durchdrücken – und nach der Wahl wird es im Landtag dafür keine politische Mehrheit mehr geben. Die Vernunft spricht gegen eine dritte Startbahn – am Ende werden ihre Gegner die Gewinner sein.“





