FREIE WÄHLER veranstalteten Pressegespräch im Bayerischen Landtag mit Prof. Dr. Wilhelm Hankel
München. Die FREIEN WÄHLER haben den Volkswirtschaftler und Währungsexperten Prof. Dr. Wilhelm Hankel am Mittwoch zu einem Informationsgespräch über die aktuelle Eurokrise in ihre Fraktionssitzung eingeladen. „Die hilflos anmutenden Versuche der Politik zur Rettung des Euroraumes bewegen und verunsichern die Menschen tiefgreifend. Deshalb wollten wir mit Prof. Hankel über Wege aus dieser Krise sprechen“, so der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger.
Während im Deutschen Bundestag über die Erweiterung des Rettungsschirms EFSF diskutiert wurde, informierte Professor Hankel die Fraktion über seine Bedenken bezüglich des Euro, seine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht und seine Meinung zu den derzeitigen Rettungspaketen. Der ausgewiesene Wirtschaftswissenschaftler gehört zu den Eurokritikern der ersten Stunde und hatte bereits mehrfach vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht - unter anderem gegen die Einführung des Euro und weitere Milliardenhilfen. „Der Euro ist gescheitert, das Abenteuer einer gemeinsamen Währung für 17 unterschiedliche Länder geht zu Ende“, konstatierte Hankel. Der Euro vereine zu viele unterschiedliche Länder, Kulturen und Wirtschaftssysteme und könne auf Dauer nicht funktionieren.
„Wir brauchen entweder eine Eurozone der starken Staaten oder ein Zurück zu den einzelnen nationalen Währungen vor der Einführung des Euro“, so Hankel weiter. Mittels einer eigenständigen Währungspolitik könnten die einzelnen Staaten besser auf Krisen reagieren. Der Euro habe Europa nicht, wie politisch gewollt, näher zusammengebracht, sondern einen Keil zwischen die Länder getrieben, so Hankel.






