Robert Domes liest aus seinem Buch "Nebel im August"
München (do). Am Montagabend kam der Schriftsteller Robert Domes auf Einladung der Freien Wähler zu einer Autorenlesung in den Bayerischen Landtag. In Domes‘ Buch „Nebel im August“ wird das Leben von Ernst Lossa erzählt. Es beginnt mit dem Jahr 1933, als die Familie Lossa, die als fahrende Händler unterwegs ist, ins Visier der Nazi-Bürokratie gerät und endet im August 1944, als Ernst im Alter von knapp 15 Jahren hingerichtet wird.
Der Autor las aus seinem Werk und berichtete über das Entstehen und die Hintergründe dieser Geschichte, die Aufstieg und Fall des Hitlerregimes aus einem ganz besonderen Blickwinkel skizziert: von ganz unten, aus Sicht der Chancenlosen, der Abgestempelten, der „Asozialen“.
Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Bernhard Pohl, der die Lesung initiiert hatte, erinnerte in einem kurzen Grußwort daran, wie wichtig es sei, die grausamen Auswirkungen der Nazibarbarei nicht zu vergessen. Pohl warnte vor einer Renaissance rechts- und linksextremen Gedankenguts. „Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge wünschen sich zehn Prozent aller Deutschen eine Diktatur zurück! Das sind alarmierende Entwicklungen, denen wir nur dann wirksam begegnen können, wenn wir an konkreten Schicksalen belegen, wie Menschen unter der Diktatur des Dritten Reiches, aber auch der DDR wirklich gelitten haben.“








