Bayerische Buchbinder demonstrieren gegen ruinöse Kürzungspläne der Staatsregierung

Hubert Aiwanger während der Demonstration Foto:hd

Aiwanger wirft Staatsregierung mangelnden Sachverstand vor: „Milliarden für Großprojekte, ein Fußtritt für die Bildung“

Pressemitteilung vom 10.12.2010

München (ls). Vielen mittelständischen Buchbindern droht der finanzielle Ruin, nachdem die Etatkürzungen der Staatsregierung bei Staatsbibliothek und Universitäten zu massiven Auftragseinbußen führen. Wenn die Buchbindereien die Hälfte ihres Umsatzes verlieren, werden auch viele Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Der Vorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger unterstützt die betroffenen Betriebe. Er ist heute mit rund 70 betroffenen Buchbindern und zahlreichen Auszubildenden bei einer Demonstration vor das Wissenschaftsministerium in München gezogen, um lautstark auf das Problem aufmerksam zu machen.

„In schönen Sonntagsreden der Staatsregierung ist vom ,Bildungsstandort Bayern‘ die Rede, in Wahrheit wird unersetzliches Bildungsmaterial dem Verfall preisgegeben und es werden zahlreiche Betriebe und Existenzen vernichtet. Wenn dann in einigen Jahren die Staatsmittel wieder erhöht werden, ist dieser Schaden nicht mehr gut zu machen. Dieses kurzsichtige Sparen ist verantwortungsloser Wahnsinn, die Folgekosten sind ungleich höher als die Einsparungen. Milliarden für Großprojekte, ein Fußtritt für die Bildung, das ist die Politik der Staatsregierung.“, so Hubert Aiwanger.

Die Freien Wähler haben bereits im November einen Antrag in den Bayerischen Landtag eingebracht, mit dem sie eine funktionsfähige Staatsbibliothek auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Hochschulbibliotheken einfordern und vor den Folgen der Etatkürzungen warnen. Hubert Aiwanger hat Wissenschaftsminister Heubisch aufgefordert, noch vor Weihnachten eine Abordnung der Betroffenen zu empfangen, um sich die Problematik aus erster Hand schildern zu lassen.