Beauftragte für die Belange der Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, besucht Fraktionssitzung der Freie Wähler Landtagsfraktion

- Dr. Karl Vetter, MdL und gesundheitspolitischer Sprecher der Freien Wähler, Günther Felbinger, MdL und integrationspolitischer Sprecher, Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Dr. Hans Jürgen Fahn, MdL und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags, Peter Meyer, MdL und III. Vizepräsident des Bayerischen Landtags.
Felbinger: Mehr Akzeptanz und Verständnis für Menschen mit Handicap in die kommunale Ebene bringen
München (do). Die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, hat sich in einer Fraktionssitzung der Freie Wähler Landtagsfraktion vorgestellt. Ihr Herzensanliegen sei, so Badura, „Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.“ Badura ging in ihren Ausführungen auch auf den sozialen Aspekt der UN-Behindertenrechtskonvention zur Inklusion ein. Hier hake es „in der praktischen Umsetzung noch an vielen Stellen“. Sie freue sich deshalb ganz besonders, dass sie aus der Perspektive eines Menschen mit Handicap berichten und Verbesserungen erreichen könne. „Dazu gehört für mich neben der gemeinsamen Unterrichtung von Kindern mit und ohne Behinderung auch ein barrierefreier Zugang zum Internet und unbedingt auch zu Arztpraxen und öffentlichen Gebäuden im Freistaat.“
Der Vorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Hubert Aiwanger, zeigte sich beeindruckt von den Ausführungen Baduras und sicherte zu, sich für „das ganz große Zukunftsthema ‚Inklusion‘ und deswegen für eine ausreichende Bereitstellung von Fördermitteln zur Unterstützung behinderter Menschen“ einsetzen zu wollen. Joachim Hanisch, kommunalpolitischer Sprecher und Innenausschussvorsitzender im Bayerischen Landtag, regte an, die Sensibilisierung der Kommunen für die Bedürfnisse behinderter Menschen durch die Wiederauflage eines Förderprogramms „Behindertenfreundlichster Ort Bayerns“ aufzulegen. Badura sagte dazu, es sei ihr sehr wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihren Fokus stärker auf Menschen und Familien mit behinderten Angehörigen richteten: „Vergessen wir nicht, dass ihr Alltagsleben viele zusätzliche Autofahrten, zum Beispiel zum Arzt, bedeuten. Diese Begleitung kostet viel Zeit und Geld – sie sollte daher mehr Anerkennung und auch finanzielle Unterstützung durch die Allgemeinheit finden.“
Günther Felbinger, integrationspolitischer Sprecher der Freie Wähler Landtagsfraktion, wünschte sich eine intensivere Auseinandersetzung vor allem der Kommunen mit der Lebensrealität behinderter Menschen. „Hier bedarf es einer breit angelegten öffentlichen Kampagne, um mehr Akzeptanz und Verständnis in die Köpfe kommunaler Mandatsträger bringen zu können. Wir dürfen nicht nur die Kostenseite der inklusionsbedingten neuen kommunalen Aufgaben betrachten, sondern sollten endlich erkennen, welchen Reichtum Menschen mit Handicap in unserer Gesellschaft bedeuten.“





