Freie Wähler warnen vor weiterem Stellenabbau bei Siemens
Prof. Dr. Michael Piazolo auf der Demonstration von Siemens-Mitarbeitern in München.
Prof. Dr. Michael Piazolo, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, befürchtet, dass die aktuell rund 1700 Entlassungen von Siemens-Mitarbeitern in Bad Neustadt, Erlangen und München nicht die letzten sein werden. Seit 2006 habe der Konzern allein in Deutschland zirka 33.000 Arbeitsplätze abgebaut. Von den ehemals 50.000 Stellen in den 70er Jahren in München seien heute nur noch etwa 10.000 übrig. „Wir haben die Sorge, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Die Siemens-Führung muss sich darüber im Klaren sein, dass damit ein erheblicher Image-Schaden für das Traditionsunternehmen einhergeht. Die Mitarbeiter mit Auflösungsverträgen unter Druck zu setzen, ist für einen Weltkonzern kein guter Stil“, erklärt der Münchner Landtagsabgeordnete.
Für die Freien Wähler habe der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze höchste Priorität. In einem Dringlichkeitsantrag hat die Landtagsfraktion Ministerpräsident Horst Seehofer dazu aufgefordert, sich persönlich bei Siemens dafür einzusetzen. Außerdem solle die Staatsregierung dem Unternehmen Unterstützung anbieten. Piazolo betont: „Die Politik sollte weniger deutschen Banken, die sich in Griechenland verzockt haben, unter die Arme greifen, sondern sich vielmehr vordringlich für den Erhalt deutscher Arbeitsplätze engagieren.“








