MdL Eva Gottstein, bildungspolitische Sprecherin der Freie Wähler Landtagsfraktion; Foto:al

Gottstein: Schulbeginn dem Rhythmus der Kinder anpassen

München (cp). In der heutigen Pressekonferenz zum Beginn des neuen Schuljahres 2010/2011 betonten die Freien Wähler im Bayerischen Landtag ihre Forderung nach mehr Nachhaltigkeit bei Lerninhalten für alle Schularten. „Statt der Einführung eines höchst umstrittenen Bildungsmodells wie der Mittelschule müssen wir ein durchgängiges Konzept ausarbeiten, beginnend bei der frühkindlichen Bildung über die schulische Bildung bis hin zu Erwachsenenbildung und Studium“, so Eva Gottstein, bildungspolitische Sprecherin der Freie Wähler Landtagsfraktion. Dazu bedürfe es vor allem gut abgestimmter Bildungsbausteine – geschickt eingesetzt bedeute das: „Weniger ist oft mehr“.

Hierzu sei es auch dringend nötig, gegen zu große Klassen, chronischen Lehrermangel und fehlenden Praxisbezug in Bayerns Schulen vorzugehen. „Praktika statt Schulbücher – hier besteht enormer Nachholbedarf“, betont Gottstein. Denn neben der reinen Wissensvermittlung müsse bei unserer veränderten Gesellschaft auch immer mehr die Vermittlung von “Lebenskompetenz“ im Vordergrund stehen.

Einen Vorstoß wagte Gottstein zudem mit der Forderung, den Schulbeginn auf 9 Uhr zu verlagern. „Warum beginnt die Schule immer noch im Morgengrauen, wenn es nach lernpsychologischen Erkenntnissen kontraproduktiv für die Leistungsfähigkeit der Kinder ist?“ Vielmehr solle sich auch Bayern an den europäischen Standards orientieren, die diesen späteren Schulbeginn schon längst eingeführt haben.

>> Presseinfo: Forderungen der Freien Wähler zum Schuljahresbeginn

>> Änderungsantrag 16-4851 Sprachstandserhebung 18.05.2010