Diskussionsveranstaltung mit Hubert Aiwanger und Wolfgang Grupp

Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender
Wolfgang Grupp, Unternehmer

Wirtschaft mit Verantwortung  - oder geht’s nur ums Geld?

Diskutieren Sie mit, wenn Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag, und der bekannte deutsche Unternehmer Wolfgang Grupp (TRIGEMA) am Tag der offenen Tür im Bayerischen Landtag  über den Standort Deutschland sprechen.

Samstag, 16. Oktober 2010,

13-14 Uhr

Moderation: Ralf Exel (SAT1)

Produzieren am Standort Deutschland – so lässt sich Wolfgang Grupps wirtschaftspolitisches Credo zusammenfassen. Im Gegensatz zum allgemeinen Trend in der deutschen Textilindustrie, die Produktion in Billiglohnländer zu verlagern, setzt TRIGEMA konsequent auf den Produktionsstandort Deutschland. Seit über 30 Jahren gibt es weder Kurzarbeit noch Entlassungen wegen Arbeitsmangel und den Kindern der Mitarbeiter wird ein Arbeits- oder Ausbildungsplatz nach dem Schulabgang garantiert. Das alles zeichnet die Firma als stabilen Wirtschaftsfaktor der Region aus. Am Beispiel der TRIGEMA GmbH erläutert der Geschäftsführende Gesellschafter seinen Standpunkt.

Wolfgang Grupp vertritt bei der Standortdebatte einen ausgesprochenen Pro-Deutschland-Kurs. Gegen den allgemeinen Trend bekennt er sich zum einheimischen Standort. Sein Credo lautet, dass die Volkswirtschaft deutsche Arbeitsplätze braucht und der Standort Deutschland ausreichend Chancen bietet, die genutzt werden können. Statt im Ausland zu produzieren oder ausländische Fachkräfte anzuwerben, baut Wolfgang Grupp auf die Fortbildung und Motivation seiner Belegschaft.

Sein unternehmerisches Ethos stützt sich dabei auf Werte wie Disziplin und Verantwortung. Der Standpunkt von Wolfgang Grupp ist eindeutig: Produzieren in Deutschland ist jeder ausländischen Produktion vorzuziehen. Voraussetzung ist allerdings, dass qualifizierte Arbeitskräfte richtig eingesetzt und entsprechend motiviert werden. Unter seiner Führung hat die Firma TRIGEMA in den vergangenen 38 Jahren weder kurzgearbeitet noch Arbeitskräfte aus Arbeitsmangel entlassen. Auch heute noch garantiert er den Kindern aller Mitarbeiter einen Arbeitsplatz nach deren Schulabgang.

Wolfgang Grupp übernahm 1972 das väterliche Unternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Situation und sanierte es erfolgreich. Die Firma TRIGEMA entwickelte sich zu Deutschlands größtem T-Shirt und Tennis-Bekleidungs-Hersteller. Von 1969 bis 2006 stieg der Firmenumsatz enorm: von 8,7Mio. € auf 82,8 € Während die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland die Mitarbeiterzahl seit 1970 von 850.000 auf fast 200.000 reduzierte, wurden bei TRIGEMA in dieser Zeit nicht nur die Arbeitsplätze erhalten, sondern allein in den letzten 20 Jahren 450 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Heute arbeiten bei TRIGEMA 1.200 Mitarbeiter in einer 4stufigen Produktion - von der Stoffherstellung bis zum Fertigprodukt. Die Wertschöpfung im eigenen Unternehmen beträgt 78 % - ohne Bankkredite, mit 100 % Eigenkapital. Die Produkte werden zu 95% an Kunden im Inland verkauft.