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Mittelschule
Kurzfassung des Konzepts der Freien Wähler:
| BMS-Konzept.pdf | 655 KB |
Berufliche Mittelschule
Mit der „Beruflichen Mittelschule“ (BMS) wollen die Freien Wähler eine Weiterentwicklung der flächendeckenden und wohnortnahen Hauptschule auch mit unter 100 Schülern ermöglichen. Die weiteren Punkte sind:
- Die BMS schließt grundsätzlich mit der 10. Klasse ab und führt zum mittleren Bildungsabschluss.
- Nach der 9. Klasse kann die BMS freiwillig mit einem qualifizierenden Abschluss oder einem BMS-Abschlusszeugnis verlassen werden.
- Die BMS ist stark beruflich ausgerichtet und eng mit Berufsschule und örtlicher Wirtschaft vernetzt. Zum Beispiel: Wöchentlicher Praxistag mit Firmenvertretern.
- Die BMS arbeitet nach dem Klassenlehrerprinzip, vermittelt grundlegende Werte und Schlüsselqualifikationen, eine fundierte Allgemeinbildung und ermöglicht die individuelle Förderung (innere Differenzierung).
- Die BMS konzentriert sich auf Vermittlung von Kernkompetenzen, nicht auf die Spezialisierung in weitere Lerngruppen. Dieses Ziel kann unabhängig von der Größe erreicht werden.
- Die BMS verhindert ausufernden Schulbus-Tourismus und verhindert Mehrkosten beim Transport (rund 14 Millionen Euro mehr = zirka 300 zusätzliche Lehrer).
Dringlichkeitsantrag der Abgeordneten Hubert Aiwanger, Tanja Schweiger, Eva Gottstein und Fraktion (FW)
Weiterentwicklung der Hauptschule in eine Berufliche Mittelschule(BMS)
Der Landtag wolle beschließen:
Die Staatsregierung wird aufgefordert, die Hauptschule in eine zehnjährige Berufliche Mittelschule (BMS) weiterzuentwickeln. Dabei sollen die wichtigsten Grundzüge der Weiterentwicklung sein:
1. Die BMS schließt grundsätzlich mit der 10. Klasse ab und führt zu einem Mittleren Bildungsabschluss.
2. Die Schüler können die BMS freiwillig nach der 9. Klasse mit einem qualifizierenden Abschluss oder mit einem BMS-Abschlusszeugnis verlassen.
3. Für Schüler, die einer besonderen Förderung bedürfen, bietet die BMS in Analogie zur bisherigen Hauptschule spezielle Praxisklassen an.
4. Ebenso wie die bisherige Hauptschule ist die BMS eine weiterführende Schule.
5. Die 9jährige Vollzeitschulpflicht bleibt erhalten, die Berufsschulpflicht ist nach dem erfolgreichen Besuch der 10. Klasse erfüllt.
6. Die BMS ist als stark beruflich ausgerichtete Schulform eng mit der Berufsschule und der örtlichen Wirtschaft vernetzt.
7. Eine Kooperation mit anderen Schulen und/oder Schularten kann in einzelnen Fächern, Modulen oder Seminaren erfolgen.
8. Die BMS arbeitet wie die bisherige Hauptschule nach dem Klassenlehrerprinzip, sie vermittelt grundlegende Werte und Schlüsselqualifikationen und eine fundierte Allgemeinbildung.
Begründung:
Die Hauptschule in ihrer bisherigen Form stößt auf zunehmend weniger Akzeptanz in der Bevölkerung und wird vielfach als Restschule empfunden. Dies hatte in den letzten Jahren ein massives Hauptschulsterben zur Folge, das sich in der Zukunft auch aufgrund des demografischen Wandels noch gravierender auswirken wird. Gerade für den ländlichen Bereich bedeutet dies aber auch eine in ihren gesellschaftlichen und sozialen Folgen nicht abschätzbare Veränderung gewachsener Strukturen. Um dieser besorgniserregenden Entwicklung Einhalt gebieten zu können, ist es dringend notwendig, die bisherige Hauptschule in eine gesellschaftlich wieder anerkannte Schulformweiter zu entwickeln.
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