Freie Wähler zum Agrarbericht 2010
Müller: Stellenabbau nach der Rasenmähermethode muss ein Ende haben
Pressemitteilung vom 13.10.2010
München (da). Die Freie Wähler Landtagsfraktion fordert dringend ein Ende des massiven und ungezielten Stellenabbaus in der Landwirtschaftsverwaltung. Ulrike Müller, agrarpolitische Sprecherin, erklärte in einer Pressekonferenz zum heute vorgestellten Agrarbericht 2010: „Der Bericht bestätigt, dass der geplante Stellenabbau im Bereich der Landwirtschaftsverwaltung ein fataler Irrweg ist. Nimmt man die bereits erfolgten Kürzungen und die von der Staatsregierung bis 2019 geplanten Streichungen zusammen, werden ländliche Entwicklung und Forstverwaltung halbiert und der Landwirtschaftsbereich um ein Viertel reduziert. Vor dem Hintergrund stetig wachsender Aufgaben und Herausforderungen für die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft ist dieses sture Festhalten an überholten Beschlüssen nicht mehr hinnehmbar!“
Staatsminister Brunner hatte die geplanten Stellenkürzungen mit der Umsetzung der Reform „Verwaltung 21“ begründet, einem Beschluss aus der Stoiber-Ära. Müller forderte die Regierungsparteien auf, endlich wahrzunehmen, dass sich die Situation im Landwirtschaftsbereich seitdem enorm verändert hat. „Wir erwarten von der Staatsregierung konsequentes Handeln. Nur Zukunftskommissionen und Arbeitsgruppen alleine helfen nicht“, ist Müller überzeugt. Jeder siebte Arbeitsplatz im Freistaat hänge direkt oder indirekt mit dem Agrar- und Forstbereich zusammen. Staatsminister Brunner handele derzeit wie ein Autobauer, der die Entwicklungsabteilung aufbläst, aber gleichzeitig die Montagebänder abbauen lässt. „Das kann nicht gut gehen“, urteilte Müller.
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