Freie Wähler setzen sich für stärkere Akzeptanz handwerklicher
Berufe ein

Reichhart: Berufseinstieg schwächerer Schüler erleichtern – Unterstützung für die Betriebe

Pressemitteilung vom 22.06.2010

München (do). Die Freie Wähler Landtagsfraktion hat sich angesichts zunehmenden Lehrlingsmangels in handwerklichen, mittelständischen Betrieben für eine Bewusstseinsschärfung bei den Schülern und Berufseinsteigern ausgesprochen. Gleichzeitig müsse die Wirtschaft in ihrem Engagement gefördert werden, sich um ihre eigenen Nachwuchskräfte zu bemühen. Die Lage vor allem der mittleren und kleineren Betriebe im Freistaat verschärft sich, weil wegen der demographischen Entwicklung tatsächlich eine Verknappung an Facharbeitern stattfindet. Generell scheinen handwerkliche Berufe bei den jungen Leuten nicht mehr besonders attraktiv zu sein, da zum Beispiel in Oberbayern und München im vergangenen Jahr fast jede dritte Lehrstelle in einzelnen Berufsfeldern, wie der Feinmechanik, unbesetzt blieb, erklärte Markus Reichhart, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler. Aus Sicht des Ingolstädter Abgeordneten habe das Handwerk zu Unrecht an Attraktivität verloren: „Handwerkliche und geistige Arbeit sind für unsere Gesellschaft in gleichem Maße wichtig.“

Der handwerkspolitische Sprecher der Freien Wähler forderte deshalb eine bessere Unterstützung für diejenigen Betriebe ein, die auch schwächere Schüler frühzeitig in ihre Unternehmen integrierten. Nur so kämen schwache Schüler direkt im Anschluss an ihre schulische Ausbildung in ein Lehrverhältnis, so Reichhart weiter. „Darüber hinaus müssen die Handwerksbetriebe bei der Berufsausbildung auch hinsichtlich der Vermittlung von theoretischen Inhalten intensiver unterstützt werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben“. Als selbstständiger Augenoptikermeister sehe er ein hohes volkswirtschaftliches Risiko darin, dass im Laufe der kommenden Jahre nicht nur Fachkräfte, sondern auch Führungskräfte und Unternehmer im Handwerk fehlten. Dem müsse schnellstmöglich entgegengewirkt werden, sonst drohten Mittelstand und Handwerk empfindliche Schäden. Auch bei der Weiterentwicklung der Haupt- bzw. Mittelschule müsse die Vorbereitung auf handwerkliche Berufe einen hohen Stellenwert einnehmen, so Reichhart.


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Pressekontakt:
Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

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