Freie Wähler zum kirchlichen Missbrauch

Streibl für Beteiligung der Missbrauchsopfer beim Runden Tisch

Pressemitteilung vom 01.10.2010

München (da). Der rechtspolitische Sprecher der Freie Wähler Landtagsfraktion, Florian Streibl, setzt sich in einem Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel dafür ein, dass die kirchlichen Missbrauchsopfer bei den Beratungen des Runden Tisches beteiligt werden. Von dem Vorsitzenden des Vereins Ettaler Missbrauchs- und Misshandlungsopfer e.V., Herrn Dr. Robert Köhler, sei er darauf angesprochen worden, dass sich nunmehr die kirchlichen Missbrauchsopfer bundesweit solidarisierten.

„Diese Opfer empfinden es allerdings als bedauerlich, dass sie keinen Sitz am Runden Tisch haben, der von der ehemaligen Bundesfamilienministerin, Dr. Christine Bergmann, geleitet wird. Gerade die Misshandlungs- und Missbrauchsopfer sind der Ansicht, dass sie wegen ihrer eigenen leidvollen Erfahrung am besten beurteilen können, welcher Kontrollmechanismus in ihrem persönlichen Fall eine Tat sicher verhindert hätte. Und über genau diese Dinge wird am Runden Tisch derzeit unter Ausschluss ausgerechnet der wirklich Betroffenen diskutiert“, so Streibl. Der Landtagsabge­ordnete der Freien Wähler hatte Frau Merkel bereits kürzlich bei ihrem Besuch anlässlich der Passionsfestspiele in Oberammergau auf diese Problematik aufmerksam gemacht.

Zurzeit werden die Vorfälle in Ettal von der Klosterleitung und den Mitgliedern des Vereins  Ettaler Missbrauchs- und Misshandlungsopfer e.V. sowie ihren Vertretern, der Kanzlei Dr. Lang und Kollegen, in einem versöhnlichen Weg aufgearbeitet.

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Pressekontakt:

Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag

Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

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