Freie Wähler zur gescheiterten Online-Umfrage zur Bedarfserhebung des doppelten Abiturjahrgangs 2011

Gottstein: Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit im Umgang mit bayerischen Abiturienten

Pressemitteilung vom 17.11.2010

München (da). Die überstürzte und fehlerhafte Einführung des G8 hat für die Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs 2011 massive negative Konsequenzen bis ins Studium hinein, so die bildungspolitische Sprecherin der Freien Wähler Landtagsfraktion, Eva Gottstein. Erst in Folge des Antrags der Freien Wähler vom Juli diesen Jahres, eine Umfrage zu konzipieren und in diesem Herbst durchzuführen, die sich auf die voraussichtlichen Studienabsichten und den voraussichtlichen Studienbeginn der Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs 2011 bezieht, hatten sich die Regierungsfraktionen zu einem eigenen, fast gleichlautenden Antrag durchringen können. Der Server zur jüngst gestarteten Online-Bedarfserhebung ist jedoch jetzt aufgrund der „überraschend hohen Zugriffszahlen“ abgestürzt, die Befragung aus technischen Gründen geschlossen worden; anstelle einer umfassenden Bedarfserhebung sollen Daten nunmehr lediglich stichprobenartig erhoben werden.

Gottstein ist darüber verärgert und kritisiert: „Offensichtlich ist das Bayerische Kultusministerium den eigenen hochtrabenden Plänen zu einer Online-Umfrage nicht gewachsen und technisch noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.“ Die Leidtragenden seien einmal mehr die Schülerinnen und Schüler: „Wirklich niemand weiß oder macht sich ernsthaft Gedanken darüber, wie die Hochschulen bedarfsgerecht auszubauen sind. Und das nur wenige Monate, bevor so viele Studierende wie nie zuvor die Hochschulen stürmen werden. Das ist ein Skandal und zeugt von bildungspolitischer Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit“, so Gottstein weiter.

Dr. Hans Jürgen Fahn, Leiter des Arbeitskreises Bildung und Wissenschaft, äußerte ebenfalls sein Unverständnis: „Anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen und so für die Betroffenen  ein praktikables Umfragekonzept umzusetzen, haben CSU und FDP die Bedürfnisse der jungen Menschen einmal mehr ihren parteipolitischen Machtspielen geopfert.“

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Pressekontakt:

Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag

Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

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