Forderung der Freien Wähler nach Berichtsantrag zu angeblichem „Easycash“-Datenskandal im Landtag einstimmig angenommen
Streibl: Späht Easycash Kunden aus?
Pressemitteilung vom 02.12.2010
München (da). Die Freie Wähler Landtagsfraktion forderte heute von der Staatsregierung Informationen über einen möglichen Datenskandal in Bezug auf Deutschlands größten EC-Netzbetreiber Easycash ein. Das Unternehmen wickelt für rund 92.000 deutsche Handelsunternehmen elektronische Lastschriften ab. Es speichert bei jeder Kartenzahlung, die mit der Abgabe einer Unterschrift erfolgt, Informationen darüber, ob die folgende Lastschrift problemlos eingezogen wurde oder nicht. Easycash Loyalty Solutions ist eine Hamburger Tochterfirma des Zahlungsabwicklers, die etwa 14 Millionen Kundenkarten von Unternehmen betreut. Loyalen Kunden werden Rabatte oder Prämien versprochen und im Gegenzug deren persönliche Daten abgefragt.
Easycash wird derzeit vorgeworfen, seine Daten mit der Tochterfirma Easycash Loyalty Solutions abgeglichen zu haben. Der nordrhein-westfälische Landesbeauftragte für den Datenschutz hat inzwischen Strafantrag gegen das Unternehmen gestellt. Zwar soll die Firma die Kundendaten nach eigenen Angaben pseudonymisiert haben, Erkenntnisse der NRW-Aufsichtsbehörde lassen jedoch an einer tatsächlichen Verschlüsselung der Daten zweifeln.
Florian Streibl, Abgeordneter aus Ob erammergau kritisiert: „Das Tochterunternehmen Easy Cash Loyalty Solutions soll angeblich Zahlungsverkehrsanalysen anbieten, bei denen die Daten der Kundenkarten mit den von Easycash aus Zahlungsvorgängen gesammelten Daten abgeglichen wurden. Bei einer derartigen Personalisierung der Daten läge ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz vor, der unbedingt Konsequenzen haben muss.“
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Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de
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