Freie Wähler zur Auseinandersetzung zwischen Dobrindt und DIW über Arbeitsmigration

Aiwanger: CSU ist für Integrationsdefizite mitverantwortlich

Pressemitteilung vom 08.09.2010

München (do). Angesichts der aktuellen Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wirft der Vorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Hubert Aiwanger, der CSU vor, für den hohen Anteil der Jugendlichen ohne Berufsabschluss mitverantwortlich zu sein. „Gerade im Bereich der Jugendlichen mit Migrationshintergrund haben wir erschreckend hohe Quoten von fehlenden Schul- und Berufsabschlüssen und damit nicht vorhandener Ausbildungsfähigkeit. Die CSU hat die Auswirkungen der Zuwanderung aus Parteikalkül heraus zu lange verdrängt und zu wenig zielgerichtete Konsequenzen gezogen. Ein konkretes Beispiel dafür ist, dass in den Schulklassen erst ab einem Ausländeranteil von 50 Prozent die Klassengröße auf 25 Kinder begrenzt ist. Es ist kein Wunder, dass unter solch schlechten bildungspolitischen Rahmenbedingungen viele Schüler mit Migrationshin­tergrund die Schule ohne Abschluss verlassen und dann ein paar Jahre später dem Arbeitsmarkt fehlen und die Sozialkassen belasten. Hier gilt es, rechtzeitig zu investieren anstatt sich nachher über die Folgekosten zu beklagen. Kleinere Klassen und mehr Lehrer sind gerade auch in diesem Bereich dringend nötig. Das hat die CSU bisher verschlafen.“

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