Freie Wähler zum Deutschen Fischereitag

Müller: Kormoran-Problematik ernsthaft angehen

Pressemitteilung vom 31.08.2010

München (do). Die Freie Wähler Landtagsfraktion fordert zum Schutz der heimischen Teich- und Fischwirtschaft zum wiederholten Mal, die zunehmenden Probleme mit dem Fischräuber Kormoran gezielt anzugehen. Ulrike Müller, agrarpolitische Sprecherin der Freien Wähler: „Der Kormoran entwickelt sich immer mehr zum Problem der heimischen Fischwirtschaft. Jährlich fressen die rund 140.000 Kormorane in Deutschland rund 20.000 Tonnen Fisch; außerdem werden sehr viele Fische durch die spitzen Schnäbel der Kormorane schwer verletzt.“ Die Artenvielfalt in vielen Fischgewässern wird durch das massive Auftreten von Kormoran-schwärmen gestört. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Dr. Leopold Herz, Agrarpolitiker aus Wertach, fordert eine Ausweitung der jagdlichen Eingriffsmöglichkeiten auf die Kormoranpopulation: „Wir Freien Wähler haben bereits am 6. Mai 2009 einen Dringlichkeitsantrag in den Landtag eingebracht, der eine Verschärfung der Kormoranbejagung auch in europäischen Vogelschutzgebieten fordert. Leider wurde dies von der Staatsregierung abgelehnt.“

Müller und Herz fordern übereinstimmend, das Kormoranproblem auf europäischer Ebene gezielt anzugehen und die Bestände auch in den Kormorankolonien außerhalb Deutschlands zu reduzieren, damit nicht mehr so viele Wandervögel von dort nach Deutschland kommen: „Wir fordern Taten statt Worte! Die Nöte der Fisch- und Teichwirte müssen endlich ernst genommen werden. Land und Bund haben diesbezüglich bisher ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft.“

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