Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen
Freie Wähler: EU-Kommission knickt vor Gensaatgut-Lobby ein
Pressemitteilung vom 13.07.2010
München (mh). Mit dem Plan, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen wieder in die Verantwortung der 27 Mitgliedsländer zu geben, kommt die EU-Kommission einer alten Forderung der Freien Wähler nach. Allerdings müsse dabei sichergestellt werden, dass die Hürden zur Zulassung in Befürworter-Staaten wie Spanien und Tschechien den Risiken und berechtigten Bedenken der Bevölkerung voll Rechnung tragen, betont Dr. Leopold Herz, MdL und Mitglied des Agrarausschusses im Bayerischen Landtag. Die bisher bekannten Vorschläge der EU-Kommission seien vollkommen unzureichend. Zwar erhalte Bayern damit die Möglichkeit, gentechnikfreie Regionen zu schaffen, allerdings sei zu befürchten, dass andere Mitgliedsstaaten den Gen-Anbau weiter beschleunigen. „Genpflanzen lassen sich auf Freiflächen nicht kontrollieren“, erklärt Herz.
Ulrike Müller, MdL und agrarpolitische Fraktionssprecherin, befürchtet: „Sollte sich die Europäische Kommission mit dieser angeblichen Wahlfreiheit durchsetzen, wäre dies ein Sieg für die Lobby der Gensaatgut-Hersteller. Damit hätte sie einen Keil quer durch Europa getrieben. Wenn dann auch noch hohe Gewinne mit Genpflanzen locken, würden sicherlich einige kritische Länder einknicken. Ohne klare Vorgaben wäre eine Kontaminierung auch in Bayern nur eine Frage der Zeit; gentechnisch verändertes Essen beim nächsten Spanien-Urlaub inklusive.“
Die Freien Wähler setzen sich daher weiter für eine Landwirtschaft frei von Gentechnik ein, da viele Risiken nicht geklärt seien. Herz: „Wenn die Einzelstaaten die Möglichkeit haben, ihr Land gentechnikfrei zu stellen, erwarten wir von Schwarz-Gelb, sofort die Meinung der eindeutigen Mehrheit der Bevölkerung umzusetzen. Ein Versteckten hinter Brüssel geht nicht mehr.“
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Pressekontakt:
Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de
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