Freie Wähler zum Abbruch der Fusionsgespräche zwischen BayernLB und WestLB

Pohl: War Fusionsdebatte nur Taktik?

Pressemitteilung vom 04.11.2010

München (al). Mit Unverständnis reagiert Bernhard Pohl, Landesbankexperte der Freien Wähler, auf den überraschenden Abbruch der Fusionsgespräche zwischen BayernLB und WestLB durch die Bayerische Staatsbank. „Es ist derzeit nicht nachvollziehbar, warum man vor wenigen Wochen eine mögliche Fusion in den höchsten Tönen anpreist, um das Projekt kurze Zeit später sang- und klanglos zu beenden. Insbesondere die Begründung wirft Fragen auf. Hatte die BayernLB das Potential der WestLB denn nicht vor der Aufnahme von den Gesprächen zumindest in Grundzügen gekannt“, fragt der Politiker der Freien Wähler.

Pohl, der sich im Laufe dieser Woche in Düsseldorf persönlich ein Bild über mögliche Chancen einer derartigen Kooperation verschafft hat, sieht eine derartige Fusion auf Landesbankebene im Grundsatz nach wie vor positiv: „Nachdem die WestLB ihre Risiken in eine Abwicklungsgesellschaft ausgelagert hat und für mögliche weitere Verluste aus diesem problematischen Engagement nicht mehr herangezogen werden kann, relativiert sich das Argument der ‚Verheiratung zweier Schwerkranker‘. Die BayernLB muss nun umgehend der Landesbank-Kontrollkommission erläutern, welcher dramatische Erkenntnisgewinn die Fusionspläne über Nacht zerstört hat. Die BayernLB jedenfalls muss dem Eindruck entgegenwirken, man habe die Fusionsgespräche aus politischen Gründen nur zum Schein geführt, um eine spätere komplette Veräußerung leichter rechtfertigen zu können“, so Pohl abschließend.

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Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

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