Freie Wähler sehen sich durch den Genkartoffel-Skandal in ihrer Position bestätigt

Müller: Grüne Gentechnik hat im Freiland nichts verloren

Pressemitteilung vom 08.09.2010

München (do). Nicht einmal eine Woche, nachdem sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) medienwirksam als BASF-Erntehelfer auf den Gentechnikkar­toffeläckern in Mecklenburg-Vorpommern betätigt hat, wurde jetzt die dortige Ernte der Gen-Sorte Amflora gestoppt. BASF hatte auch in Schweden diese Sorte angebaut, und es wurden dort bei der Ernte Knollen einer in der gesamten Europäischen Union nicht zugelassenen Genkartoffel („Amadea“) entdeckt. Die Landtagsfraktion der Freien Wähler sieht sich dadurch in ihrer klaren Ablehnung der Grünen Gentechnik im Freiland gestärkt. „Wenn nicht einmal bei einem so gut überwachten und von den Medien kritisch begleiteten Anbau die Reinheit des Pflanzgutes von den Konzernen sichergestellt werden kann, wie sieht es dann erst bei der Verwendung von Gen-Saatgut im großen Stil mit der Qualitätssicherung aus?“ kritisiert Ulrike Müller, agrarpolitische Sprecherin der Freie Wähler Landtagsfraktion. Nach dem Skandal um verunreinigtes Maissaatgut ist dieser Fall jetzt innerhalb kurzer Zeit ein zusätzlicher klarer Beleg, dass der Gentechnik-Anbau im Freiland nicht zu verantworten ist, so Freie Wähler-Agrarpolitiker Dr. Leopold Herz. „Schwarz-Gelb in Bund und Land müssen jetzt endlich ihren Wackelkurs beenden und sich unserer klaren Linie gegen die Grüne Gentechnik anschließen anstatt sich weiterhin zum Büttel der Genkonzerne zu machen“ fordern Müller und Herz.

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Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

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