Freie Wähler zum Schuljahresbeginn

Gottstein: Klassenzimmer bleiben überfüllt

Pressemitteilung vom 10.09.2010

München (do). Zu Beginn des neuen Schuljahres kritisieren die Freien Wähler, dass sich die durchschnittlichen Schülerzahlen pro Klasse an Bayerns Schulen im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert haben. Eva Gottstein, bildungspolitische Sprecherin der Freien Wähler im Bayerischen Landtag: „Wir sind meilenweit davon entfernt, dass bis zum Jahr 2013 in Grund- und Hauptschulklassen nicht mehr als 25 und in weiterführenden Schulen nicht mehr als 30 Kinder im Klassenzimmer sitzen. Genau das hat die schwarz-gelbe Regierungskoalition zu Beginn Ihrer Amtszeit vor zwei Jahren jedoch versprochen. Es ist ein Skandal, wenn auch heuer wieder Erstklässler in Klassen mit 28 Kindern gepfercht werden. Diese überfüllten Klassenzimmer sollten in Zeiten zurückgehender Geburten und der Erkenntnis, dass in kleineren Klassen bessere Lernergebnisse erzielt werden, der Vergangenheit angehören.“

Gottstein erneuerte ihre Forderung nach Klassenobergrenzen von maximal 25 Kindern, in Grundschulen seien maximal 20 Kinder pro Klasse akzeptabel. „Es muss genügend Personal zur Verfügung stehen, um im Bedarfsfall, zum Beispiel im Schwimmunterricht oder zur individuellen Förderung kleinerer Gruppen, eine pädagogische Zweitkraft einsetzen zu können. Wer am Lehrer spart, versündigt sich an der Zukunft unserer Kinder und löst berechtigte Empörung in der Elternschaft aus. Für mich ist Schwarz-Gelb im Bereich der Bildungspolitik gescheitert.“

Gottstein beschreibt die Kehrseite der Sparpolitik im Bildungswesen des Freistaats: „Auf der einen Seite überfüllte Schulklassen und immer wieder Unterrichtsausfall, auf der anderen Seite zahlreiche arbeitslose Grundschullehrer, die sich gerne für eine bessere Ausbildung unserer Kinder einbringen würden. Der Lehrermangel könnte mit diesem Personal auch an weiterführenden Schulen gemindert werden - zumindest in den unteren Klassen.“ Außerdem, so die Abgeordnete der Freien Wähler aus Eichstätt, sei es dringend nötig, mehr Verwaltungs­personal an den Schulen einzustellen, um die Lehrer von der überbordenden Bürokratie zu entlasten. „Lehrer müssen sich um die Kinder kümmern können - anstatt Statistiken auszufüllen.“ Gottstein kritisierte Kultusminister Spaenle wegen dessen jüngster Äußerungen zur Bildungsmisere; es sei „lächerlich“, dass über Zahlen, wie etwa die tatsächlichen Lehrereinstellungen oder Nichteinstellungen, diskutiert werde. „Entscheidend ist, dass die Klassenzimmer nach wie vor überfüllt sind – das müssen wir schnellstens ändern!“

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Pressekontakt:

Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag

Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

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