Pressemitteilung vom 17.12.2010
Einladung zur Pressekonferenz der Freien Wähler
Freie Wähler wehren sich gegen dritte Startbahn und wollen ÖPNV in Bayern weiterentwickeln
München (do). Die Freie Wähler Landtagsfraktion trifft sich vom 11. – 13. Januar 2011 zu ihrer Winterklausurtagung im oberbayerischen Freising. Zentrale Beratungsthemen werden der wachsende Widerstand gegen den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München, die Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs im Freistaat, Beratungen zum Staatshaushalt 2011 sowie eine Stärkung des Ehrenamtes vor dem Hintergrund der faktisch beschlossenen Abschaffung der Wehrpflicht sein. Als Referenten konnten unter anderem der Freisinger Landrat Michael Schwaiger sowie Dr. Thomas Röbke vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement gewonnen werden.
Wie der Verzicht auf den Bau einer dritten Startbahn den kommenden Staatshaushalt entlasten könnte und wie die Freien Wähler im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit das ehrenamtliche Engagement bayerischer Bürger stärken möchten, beantworten Ihnen auf unserer Pressekonferenz:
- Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler
- Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL und stellvertretender Fraktionsvorsitzender
- Manfred Pointner, MdL und finanzpolitischer Sprecher
- Alexander Muthmann, MdL und wirtschaftspolitischer Sprecher
- Dr. Hans Jürgen Fahn, MdL und seniorenpo litischer Sprecher
Wir laden Sie herzlich ein:
Donnerstag, 13. Januar 2011,
11 Uhr
Bildungszentrum Freising - Kardinal-Döpfner-Haus,
Domberg 2 7, 85354 Freising
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Hinweis: Es besteht auch am 11. und 12. Januar 2011 Gelegenheit zu Einzelinterviews mit unseren Abgeordneten. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte vorab die Pressestelle! Vielen Dank.
Tagesordnung Klausurtagung der Freien Wähler
vom 11. – 13. Januar 2011 in Freising
Tagungsort: Bildungszentrum Freising - Kardinal-Döpfner-Haus,
Domberg 27, 85354 Freising
Dienstag 11. Januar 2011
14.00 Uhr Begrüßung durch Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler< o:p>
14.10 Uhr Grußwort Michael Schwaiger, Landrat Freising
14.20 Uhr Grußwort Rainer Boeck, Domrektor
14.30 Uhr Verkehrsthema Dritte Startbahn am Münchner Flughafen
15:15 Uhr Verkehrsanschluss Ostbayerns an den Raum München
16.00 Uhr Pause
16.30 Uhr Öffentlicher Personennahverkehr in Bayern
Schwerpunkt: Schülerbeförderung und Finanzierung, insbesondere im Rahmen der Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-Mittel (GVFG)
Referat Ministerialrat Carsten Fregin, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Referatsleiter für den öffentlichen Verkehr auf Schiene und Straße
18.00 Uhr Verkehrspolitik – weiteres Vorgehen
18.30 Uhr Ende der Beratungen
Mittwoch, 12.01.2011
09.00 Uhr Beratung Staatshaushalt 2011
10.30 Uhr Pause
11.00 Uhr Beratung Staatshaushalt 2011
13.00 Uhr Mittagspause
14.30 Uhr Ref erate:
Dieter Breit, Kirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern,
sowie Dr. Lorenz Wolf, Katholisches Büro Bayern
16.00 Uhr Pause
16.30 Uhr Thema Ehrenamt
Referat Dr. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement: Vorstellung des Landesnetzwerkes für bürgerschaftliches Engagement
Beratungen zu den Auswirkungen der Bundeswehrreform auf die Sozialdienste
18.30 Uhr Ende der Beratungen
Donnerstag, 13.01. 2010
09.00 Uhr Beratung Stadt–Umland-Thema
10.00 Uhr Zusammenfassung der Klausur, Vorbereitung Pressekonferenz
10.45 Uhr Pause
11.00 Uhr Pressekonferenz
12.15 Uhr Pause
13.30 Uhr Terminvorschau
14.00 Uhr Ende der Klausurtagung
Ausgewählte Themen im Einzelnen
1) Dritte Startbahn am Münchner Flughafen:
Der Bau einer dritten Start- und Landebahn am Münchner Flughafen ist aus Sicht der Freien Wähler aufgrund der aktuellen Entwicklung der Starts und Landungen auf Zeit unnötig, da die aktuellen Bewegungszahlen auf dem Stand vor dem Jahr 2005 liegen. Daher kann auf diesen Ausbau ve rzichtet werden. Auch aus haushalterischen Gründen ist ein Verzicht auf die dritte Bahn geboten. Im Zuge der Errichtung des Flughafens wurden von den Eigentümern bereits seit Ende der 70er Jahre Darlehen ausgereicht, die insgesamt eine Höhe von 1.276,2 Mio. Euro erreichten. Davon entfielen 650,5 Mio. Euro auf den Freistaat Bayern. Nach einer Teilrückzahlung im Jahr 2008 bestehen derzeit noch Darlehen in Höhe von 250,5 Mio. Euro beim Freistaat Bayern. Entsprechend der Darlehensverträge sind Zinszahlungen nur aus Gewinnen zu leisten. Bis einschließlich 2010 wurden an den Freistaat Bayern lediglich 31,296 Mio. Euro an Zinsen für das Darlehen gezahlt. Mit Zinseszinsen bestehen daher Zinsrückstände in Höhe von über einer Milliarde Euro allein beim Freistaat Bayern. Als Mehrheitsgesellschafter muss der Freistaat das Interesse haben, dass sein Tochterunternehmen sich konsolidiert und zu e rwartende Gewinne nicht durch sinnlose, überdimensionierte Bauvorhaben verschleudert.
2) Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV):
Die Fraktion wird sich vertieft mit der Zukunft des ÖPNV in Bayern befassen. Der öffentliche Nahverkehr sieht sich in Zeiten des demographischen Wandels und klammer Haushalte großen Herausford erungen gegenüber. Besonders häufig werden die Kommunen mit den Sorgen um eine angemessene Beförderung von Schülern in Bayern konfrontiert. Dabei sind die Erwartungen an Qualität und Sicherheit in der Schülerbeförderung weiter gestiegen. Doch was bedeutet dies für die Kommunen? Wie viel können die zuständigen Städte und Gemeinden in Zeiten knapper Kassen leisten? Mit den Details dieses Spannungsfelds möchte sich die Fraktion ausführlich auseinander setzen. Ein weiteres Thema wird die Zukunft der Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-Finanzmittel (GVFG) sein. Diese haben eine zentrale Bedeutung für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden. Bayerns ÖPNV fit für die Zukunft halten – das ist das Kernanliegen der Freien Wähler.
3) Staatshaushalt 2011/2012:
Wegen der positiven konjunkturellen Entwicklung, einem Haushaltsüberschuss im Jahr 2010 und voraussichtlich deutlichen Steuermehreinnahmen in den Jahren 2011 und 2012 sehen die Freien Wähler realistische Möglichkeiten, erneut einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, ohne dabei an der Bildungspolitik oder zulasten der Kommunen zu sparen.
4) Stärkung des Ehrenamtes:
Fast 40 Prozent der Bevölkerung engagiert sich ehrenamtlich für unsere Gesellschaft. Eine Untersuchung der Stiftungshochschule München im Auftrag des Bayerischen Sozialministeriums kam bereits vor zwei Jahren zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von einem Euro bürgerschaftlichen Engagements im Schnitt einen gesellschaftlichen Nutzen von 7,24 Euro erbringt. Zunehmend ist auch der Wunsch der Bürger zu spüren, sich nicht in festen Strukturen, sondern in neuen Beteiligungsformen wie Freiwilligen-Agenturen zu engagieren. Die Freien Wähler werden auf der Klausurtagung in Freising über neue Vorschläge für die Stärkung des Ehrenamts beraten. Mögliche Vorschläge sind die Verbesserung der Rahmenbedingungen wie eine Stärkung der Koordinierungszentren für bürgerliches Engagement, die Verstärkung des bürgerlichen Engagements in den Schulen und Hochschulen, beispielsweise durch Service Learning, Credit Points und die EhrenamtsCard. Dazu werden die Freien Wähler auf der Klausurtagung konkrete Vorschläge und auch diesbezügliche Anträge für den Doppelhaushalt 2011/2012 vorformulieren.
Freie Wähler – Politik mit gesundem Menschenverstand
Pressekontakt:
Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de
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