Freie Wähler zum heutigen Votum des Landshuter Stadtrats gegen die Laufzeitverlängerung von Isar 1
Aiwanger: Bevölkerung darf nicht zum Versuchskaninchen der Atomlobby werden
Pressemitteilung vom 30.07.2010
München (do). Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler und Abgeordnete aus dem Stimmkreis Landshut, Hubert Aiwanger, begrüßt die Entscheidung des Landshuter Stadtrats gegen eine Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Isar 1 im niederbayerischen Landshut über das Jahr 2011 hinaus.
Aiwanger: „Die höhere Politik muss jetzt endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Bevölkerung vor Ort nicht Versuchskaninchen sein will für eine verantwortungslose Laufzeitverlängerung. Mit über dreißig Jahren Laufzeit hat dieser Atommeiler seine Schuldigkeit getan. Isar 1 wird trotz der mittlerweile über 850 Millionen Euro, die in die Nachrüstung von Sicherheitsstandards investiert wurden, von Atomexperten als Sicherheitsrisiko eingestuft. Dies zeigt, dass die Atomenergie keineswegs so billig zu haben ist wie es von den Atombefürwortern immer dargestellt wird. Es ist außerdem geplant, dass die derzeit 17 deutschen Atommeiler in den nächsten Jahren mit zweistelligen Milliardenbeträgen sicherheitstechnisch nachgerüstet werden müssen, um heutigen Standards zu entsprechen. Zukünftig müssen solche Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen, dann können wir bis zum Jahr 2023 das Kapitel der Atomenergie in Deutschland endgültig beschließen.“
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