Kritik an Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz

Freie Wähler sehen Patientensicherheit gefährdet

Pressemitteilung vom 30.06.2010

München (mh). Die Fraktion der Freien Wähler im Bayerischen Landtag kritisiert das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) der Bundesregierung, das jüngst auf den Weg gebracht wurde. Die ursprünglich von Schwarz-Gelb im Koalitionsvertrag angekündigte Bekämpfung von Auswüchsen im Medikamentenversandhandel sei nun schlicht „über Bord geworfen worden“, so Dr. Karl Vetter, gesundheitspolitischer Fraktionssprecher. „Die Patientensicherheit muss auch in Zukunft im Vordergrund stehen. Wir Freie Wähler wollen weiter eine Versorgung durch dezentrale Apotheken unter der Verantwortung des Inhabers“, erklärt der Landtagsabgeordnete aus Cham.

Union und FDP hätten sich aber nun der Lobby gebeugt und ließen ein Schlupfloch für den Medikamentenverkauf über Drogerieketten, Tankstellen und Pommesbuden.

Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, MdL und sozialpolitischer Fraktionssprecher, betont die damit verbundenen Gefahren: „Gefälschte Medikamente können mit dem apothekenunabhängigen ‚Pick-Up-Service‘ in Massen auf den deutschen Markt gelangen – zum gesundheitlichen Schaden vieler Menschen, die sich in pharmazeutischen Fragen schlicht nicht auskennen. Wir brauchen weiterhin die wohnortnahe Rund-um-die-Uhr-Apotheke, denn keine Internet-Apotheke kann dies leisten.“ Dazu gehöre auch die Sicherstellung der flächendeckenden Medikamentenversorgung im strukturschwachen ländlichen Raum.

 

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Pressekontakt:

Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag

Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtagde

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