Kärntner Landeshauptmann im BayernLB-Untersuchungsausschuss
Pohl: Schutzbehauptungen widerlegt
Pressemitteilung vom 09.07.2010
München (mh). Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat im BayernLB-Untersuchungssauschuss zum Skandal um den Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) die frühere Bayerische Staatsregierung unter Edmund Stoiber schwer belastet und zentrale Schutzbehauptungen zum übereilten und überteuerten Kauf widerlegt, so Bernhard Pohl, Landesbankexperte der Freien Wähler: „Nach der Aussage von Herrn Dörfler ist es nun klar: Der von den Verantwortlichen beklagte Zeitdruck beim Kauf der HGAA kam nicht von Kärnten, sondern von der BayernLB. Dadurch verkehrt sich die Behauptung, Kärnten habe den Zeitdruck aufgebaut, ins Gegenteil.“
Dörfler, so Pohl weiter, habe die Verhandlungsstrategie der Bayern mit einem „intensiven Brautwerben“ der Regierung Stoiber um die österreichische Bank beschrieben. Pohl dazu: „Offenkundig war die frühere Staatsregierung zum Kauf fest entschlossen und hat rationale Erwägungen beiseite geschoben. Die Bestätigung des Kärntner Landeshauptmanns, der Käufer habe die Probleme der Bank wissentlich negiert und weitere Prüfungen ohne Not unterlassen, dokumentiert die unverantwortliche Sorglosigkeit der BayernLB-Verantwortlichen.“
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