Freie Wähler zur Regierungserklärung des bayerischen Kultusministers
Gottstein: Spaenle hat zu wenig Visionen
Pressemitteilung vom 15.07.2010
München (mh). Eva Gottstein, bildungspolitische Fraktionssprecherin der Freien Wähler, fordert Kultusminister Ludwig Spaenle dazu auf, ordentliche Rahmenbedingungen für Bayerns Schüler zu schaffen: „Am meisten enttäuscht mich, dass Herr Spaenle als reiner Schulverwalter agiert. Was SPD und Grüne zu viel an Visionen haben, hat er zu wenig.“ Seine Erfolgsdarstellung, die auf dem aktuellen Ländervergleich beruhe, täusche darüber hinweg, dass beispielsweise die frühkindliche Bildung in Bayern ignoriert werde. Gottstein: „Für Herrn Spaenle fängt das Kind erst mit dem Stichtag der Einschulung an.“ Außerdem gebe es noch viel Nachholbedarf bei der Förderung von Migrantenkindern.
Die Freien Wähler kritisieren zudem, dass die Qualität des Lehrpersonals in Bayern zu wenig gefördert werde. Die sei aber entscheidend für den Bildungserfolg der Kinder, so Gottstein weiter. So ginge die Fortbildung der Lehrer auf Kosten von Unterrichtsausfall, weil es keine mobile Reserve gebe. Außerdem würden die Schulen ständig mit neuen Reformen, Projekten oder Evaluationen „überschwemmt“.
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