Freie Wähler zur Landtagsdebatte um die Rehwildbejagung
Aiwanger: Rehwildbejagung ohne Abschussplan ein Ausweg aus der festgefahrenen Wald-Wild-Diskussion
Pressemitteilung vom 10.06.2010
München (do). Anlässlich der heutigen erneuten Landtagsdebatte um den Gesetzesvorstoß der Freien Wähler zur Rehwildbejagung ohne Abschussplan forderte ihr Landes- und Fraktionsvorsitzender, Hubert Aiwanger, die Regierungskoalition auf, "über den parteipolitischen Schatten zu springen und diesem sinnvollen und bewährten Verfahren zuzustimmen. Wir brauchen mehr Eigenverantwortung und weniger Behördeneinfluss bei der Rehwildbejagung. Bei vielen Waldbegehungen in den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass die Realität in den Wäldern nicht mit dem übereinstimmt, was an Abschussempfehlungen herausgegeben wurde. Die enge Zusammenarbeit von Jagdgenossen und Jägern ist das Erfolgsmodell, das wir unterstützen müssen."
Der schwarz-gelben Regierung warf Aiwanger vor, "das Gesetz nur deshalb abzulehnen, weil es von den Freien Wählern kommt. 2008 hat der damalige CSU-Landwirtschaftsminister Miller genau dieses Verfahren als zielführend bezeichnet, heute stimmt die CSU komischerweise dagegen. Rot-Grün stimmt dagegen, weil sie papiergläubig sind und meinen, die Welt ist nur dann in Ordnung, wenn ein Behördendirektor seinen Stempel unter ein Blatt Papier gesetzt hat. Wie viel solche Papiere ‚wert‘ sind, zeigt das "Projektpapier Waldumbau" aus dem Ministerium. Wir brauchen mehr gesunden Menschenverstand und weniger Schreibtischtäter im Bereich der Jagd, dann bringen wir Ruhe in die Debatte", so Aiwanger, der Minister Brunner abschließend aufforderte, sich nicht weiter zu verstecken und Lösungsvorschläge zu bringen, wenn er schon den Vorschlag der Freien Wähler ablehne.
Der forstpolitische Sprecher der Freien Wähler, Dr. Leopold Herz, selbst Land- und Forstwirt, forderte die Regierung ebenfalls auf, den Grundeigentümern und Jägern mehr Eigenverantwortung zuzutrauen. „Das Gesetz der Freien Wähler sieht vor, dass die Abschussplanung dann in Eigenverantwortung abgewickelt werden kann, wenn die Jagdgenossenschaft bei der unteren Jagdbehörde hierzu einen Antrag stellt und dieser Antrag angenommen wird“, so Herz. „Wenn die Regierung das ablehnt, dann hält sie die Leute weiterhin für nicht fähig, ihre Sachen vor Ort selbst in die Hand zu nehmen. Der Dauerstreit um das Thema Wald und Wild zeigt aber, dass wir neue Wege gehen müssen."
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Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.OberjasperNOSPAM@FW-Landtag.NOSPAM.de
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