Freie Wähler zu Forderungen der Union nach 20 Jahren zusätzlicher Restlaufzeit für deutsche Atomkraftwerke
Fahn: Unkalkulierbare Kosten!
Pressemitteilung vom 31.08.2010
München (do). Die Freie Wähler Landtagsfraktion hat sich empört zu jüngsten Forde-rungen aus Teilen der Union geäußert, die Restlaufzeiten deutscher Atomkraftwerke um bis zu 20 Jahre zu verlängern. Ihr umweltpolitischer Sprecher, Dr. Hans Jürgen Fahn, sagte, bereits nach derzeitigem Stand – also unter Einhaltung des im Jahr 2000 zwischen der damaligen rot-grünen Regierung und der deutschen Energiewirtschaft beschlossenen Atomausstiegs - betrügen die Folgekosten für den Steuerzahler rund 40 Milliarden Euro.
Fahn: „Längere Restlaufzeiten der deutschen Atomkraftwerke sind weder umweltfreundlich noch bedeuten sie preiswerten Strom für die Verbraucher. Dies gilt vor allem wegen der weiterhin ungeklärten Frage der Entsorgung strahlenden Atommülls - denken wir nur an das marode Atommüllendlager Asse in Niedersach-sen. Wenn der wirtschaftspolitische Sprecher der Union nun auch noch 20 Jahre Restlaufzeit fordert, so bedeutet das weitere 43.000 Kubikmeter strahlenden Atommülls, was zusätzlichen Kosten in Höhe von mindestens 32 Milliarden Euro entspricht – das ist umweltpolitisch absolut unverantwortlich!“
Die schwarz-gelben Regierungen in München und Berlin muteten einer gegenüber der Laufzeitverlängerung äußerst kritischen Öffentlichkeit weiterhin eine Salamitaktik zu, die man sich nicht länger gefallen lassen dürfe, so Fahn abschließend.
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Pressekontakt:
Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de
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