Freie Wähler zur erforderlichen Nachrüstung unsicherer Atomkraftwerke in Bayern

Glauber: Söder gesteht endlich gefährliche Realität ein

Pressemitteilung vom 29.10.2010

München (do). Allen Beschwörungen von Union und FDP zum Trotz, die deutschen Atomkraftwerke seien auch bei einer Laufzeitverlängerung sicher, gestand der bayerische Umweltminister gestern kleinlaut ein, dass eine Nachrüstung der bayeri­schen Atomkraftwerke unumgänglich ist. Die Kosten hierfür bezifferte er auf rund 1,2 Milliarden Euro. Allein für den Pannenreaktor Isar I. mit seinem veralteten Siede­wasserreaktor sind Aufwendungen in Höhe von rund 250 Millionen Euro erforderlich. Die Freien Wähler schlugen erneut vor, mit diesem Geld nicht länger in die Vergan­genheit, sondern in die Zukunft zu investieren – das heißt: in den Ausbau der erneu­erbaren Energien.

Thorsten Glauber, energiepolitischer Sprecher der Freie Wähler Landtagsfraktion, sagte hierzu: „Jetzt muss Söder zurückrudern. Jetzt erst, wo alles unter Dach und Fach zu sein scheint, ist er bereit, die Wahrheit zu sagen. Die bayerischen Reaktoren, vor allem die dienstältesten, sind nun auch ‚offiziell‘ alles andere als sicher! Das Eingeständnis des ‚Lebensministers‘ Söder trägt nur noch mehr zur Be­unruhigung der Bevölkerung bei. Söder steht für eine Energiepolitik von gestern - der Weg vom veralteten Pannenreaktor zum jungen Pannenminister ist dabei nicht weit!“

Nach Ansicht Glaubers zeigt die Kehrtwende des Umweltministers vor allem eines: die Arroganz der politisch Verantwortlichen im Bund und im Freistaat, die eine Politik vorbei an den Bedürfnissen und Wünschen der Bürger in Deutschland machten. „Die begründeten Sorgen und Ängste der Menschen gegenüber der Atomkraft und deren unbeherrschbarer Risiken werden vom ‚Lebensminister‘ und seinen Kollegen einfach übergangen!“

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Pressekontakt:

Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag

Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

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