Freie Wähler zur Ablehnung des Berichtsantrags „Vorkommen des Wolfes in Oberbayern“ durch die Bayerische Staatsregierung

Aiwanger: Probleme der Almbauern werden nicht ernst genommen

Pressemitteilung vom 02.12.2010

München (do). Die Freien Wähler haben die Staatsregierung wegen deren Weigerung, einen Berichtsantrag zum Vorkommen des Wolfes in Oberbayern abzugeben, scharf kritisiert. Freie Wähler-Vorsitzender Hubert Aiwanger sagte, das Verhalten der Regierung und des Staatsministers sei „der Gipfel der Ignoranz. Die Sorgen der Betroffenen im Inntal, vor allem der Almbauern, werden nicht ernst genommen – das ist unakzeptabel.“

Hintergrund des Konflikts sind mehrere in den vergangenen Wochen erfolgte Übergriffe auf Schafsherden im Inntal durch einen zugewanderten Wolf. Die ortsansässige Bevölkerung im Landkreis Miesbach reagierte darauf mit großer Verunsicherung, bes onders die Almbauern, welche sich bereits vor Wochen in Briefen hilfesuchend an Söder wandten. Eine Antwort erhielten sie bis heute nicht. Aiwanger weiter: „Die Weidewirtschaft ist in Gefahr, wenn sich unsere Almbauern mit vom Wolf getöteten oder auf der Flucht abgestürzten Tieren auseinandersetzen müssen. Der zuständige Minister ist einer lösungsorientierten Diskussion um dieses Thema bisher ausgewichen. Deswegen haben die Freien Wähler Söder vergangene Woche aufgefordert, Klarheit in Bezug auf das weitere Vorgehen zu schaffen, was allerdings von der Staatsregierung abgelehnt wird. Originalaussage der CSU-Vertreter im Ausschuss: kein Handlungsbedarf!“

Aiwanger: „Wir sehen durchaus Handlungsbedarf und werden weiterhin versuchen, die Anliegen der Almbauern zu vertreten.“

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