Freie Wähler zur heutigen Sitzung des Landesbank-Untersuchungsausschusses mit dem Zeugen Georg Schmid
Pohl: Fünf Minuten Aktenstudium hätten bayerischem Steuerzahler Schaden von 3,7 Milliarden Euro erspart
Pressemitteilung vom 28.10.2010
München (do). Bernhard Pohl, Landesbankexperte der Freie Wähler Landtagsfraktion, kommentiert den Auftritt des Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid als Zeuge im Landesbank-Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags: „Während der ehemalige Staatssekretär Spitzner die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) kannte und schon sehr frühzeitig vor Risiken bei dieser Bank warnte, hat Georg Schmid wie andere ehemalige Verwaltungsratskollegen einfach weggeschaut. Es ist mir völlig schleierhaft, warum er die Beschlussvorlage mit 27 noch abzuarbeitenden Risikopunkten nach eigenem Bekunden sechs bis sieben Stunden lang geprüft hat, er dann jedoch nicht einmal fünf Minuten Zeit fand, um das schriftliche Ergebnis dieser Abarbeitung zur Kenntnis zu nehmen. Diese fünf Minuten hätten dem bayerischen Steuerzahler einen Schaden von nicht weniger als 3,7 Milliarden Euro erspart!“
Hätte Schmid das Ergebnis der Due Diligence-Phase 2 auch nur fünf Minuten gelesen, wäre ihm klar gewesen, dass man diesem Kauf so unter gar keinen Umständen zustimmen kann, so Pohl weiter. Der Freie Wähler-Abgeordnete hält es auch für völlig inakzeptabel, dass sich Schmid als Spitzenjurist die Verträge mit dem umfassenden Gewährleistungsausschluss nicht hat zeigen lassen. „Georg Schmid hat eine große Chance verpasst, seine Integrität als Politiker unter Beweis zu stellen. Die Frage des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Harald Güller, ob er für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen auf die Einrede der Verjährung verzichte, hätte Schmid mit einem klaren und unmissverständlichen ‚Ja‘ beantworten müssen.“
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Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de
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