Freie Wähler zu: Bayerns Innenminister lehnt Übernahme von Castor-Kosten ab

Aiwanger: Vollkosten der Atompolitik ermitteln

Pressemitteilung vom 08.11.2010

München (do). Vor dem Hintergrund der erneut aufgeflammten Debatte um die Übernahme der Kosten von rund 50 Millionen Euro für den Polizeieinsatz beim jüngsten Castor-Transport fordert Freie Wähler-Vorsitzender Hubert Aiwanger, „endlich einmal die Vollkosten der Atompolitik zu ermitteln. Während den erneuerbaren Energien jeder Cent an Einspeisevergütung vorgerechnet wird, lügt man die Öffentlichkeit schamlos an, wenn vom angeblich so billigen Atomstrom gesprochen wird“.

Aiwanger nannte als Kostenstellen, die der Atomenergie zugerechnet werden müss­ten, unter anderem den staatlich subventionierten Bau der Atomkraftwerke, die Polizeieinsätze „von Wackersdorf bis Dannenberg“, Erforschung und Baukosten des geplanten Endlagers Gorleben in Höhe von mittlerweile rund 1,5 Milliarden Euro, drohende Räumungskosten des Lagers Asse von über drei Milliarden Euro, sicherheitstechnisch nötige Nachrüstkosten aufgrund der Laufzeitverlängerung im zweistelligen Milliardenbereich, Katastrophenpläne und –einrichtungen für den Fall eines Atomunfalls  und schließlich die ungelöste Mammutaufgabe der Endlagerung des Atommülls über Jahrzehntausende.

Auch die Folgekosten des Reaktorunfalls von Tschernobyl hierzulande, zum Beispiel die Entschädigung für die Entsorgung von verstrahlten Lebensmitteln, dürften nicht unterschlagen werden, so Aiwanger.

Freie Wähler – Politik mit gesundem Menschenverstand

 

Pressekontakt:

Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag

Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München

Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de

Diese Pressemitteilung zum Speichern und Drucken: