Mehr Sozialkompetenz an Schulen vermitteln
Freie Wähler: Aussetzung der Wehrpflicht gesellschaftspolitisch auffangen
Pressemitteilung vom 23.08.2010
München. Die Freien Wähler warnen erneut davor, Wehr- und damit auch Zivildienst im „Hopplahopp-Verfahren“ unüberlegt abzuschaffen. „Wehr- und Zivildienst haben eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion, die man nicht so ohne Weiteres in die Tonne treten darf - gerade in Zeiten der zunehmenden Individualisierung. Junge Leute sollen bereit sind, einen Teil ihres Lebens der Allgemeinheit zu widmen und sich sozialverträglich zu verhalten, und das hat der Wehrdienstleistende bisher genauso erfahren wie der Ersatzdienstleistende im Altenheim“, so Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.
Um die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der von Schwarz-Gelb geplanten De-facto-Abschaffung der Wehrpflicht aufzufangen, fordern die Freien Wähler, mehr Sozialkompetenz an Schulen zu vermitteln. Zu denken sei hier beispielsweise an regelmäßige, in den Unterricht integrierte Schulungen in Sozialeinrichtungen, Altenheimen, Kindergärten, Naturschutzeinrichtungen etc. Eva Gottstein, bildungspolitische Sprecherin der Freien Wähler, verweist hierbei auf die guten Erfahrungen in Internaten, Privatschulen und auch im Ausland. So werde beispielsweise in USA von den Schülerinnen und Schülern erwartet, sich sozial zu engagieren, was sich auch im Zeugnis niederschlage. Hubert Aiwanger stellt außerdem fest, dass auch Kinder von Einwanderern, die keinen deutschen Pass haben und an denen „Wehr- und Zivildienst bisher spurlos vorübergegangen ist, weil nur deutsche Staatsbürger der Wehrpflicht unterliegen, auf diese Weise gezielt an den sozialen Bereich hierzulande herangeführt werden können.“
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Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de
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