Zu: Bayerns Jäger erlegen weniger Wildschweine
Freie Wähler: Weniger Bürokratie anstatt Nachtzielgeräte zur Wildschweinjagd
Pressemitteilung vom 05.09.2010
München (do). Im Jahr 2009 wurden 42.400 Wildschweine erlegt, das ist ein Drittel weniger als 2008. Vor diesem Hintergrund fordert der Freie Wähler-Vorsitzende Hubert Aiwanger, bürokratische Hindernisse für eine zielgerichtete Wildschweinjagd aus dem Weg zu räumen, um die zunehmenden Probleme mit Wildschweinen in den Griff zu bekommen: "Viele Jäger sind wegen der Verkehrssicherungspflicht verunsichert und verzichten lieber auf eine Wildschweinjagd, als sich wegen eines Wildunfalls im Straßenverkehr, der mit der Jagd zusammenhängen könnte, vor Gericht wiederzufinden. Hier brauchen wir mehr Rechtssicherheit seitens des Innenministeriums."
Von der Jägerschaft wird gefordert, bei Treibjagden in der Nähe von Straßen diese Jagden teilweise viele Tage vorher im Landratsamt oder in besonderen Fällen bei der Polizei anzumelden und die Straßen mit einer Schilderserie abzusichern. Hierfür ist ein Sachkundekurs und teures Schildermaterial nötig. Genaue Vorschriften bzw. Gerichtsurteile darüber, ab welcher Entfernung von Straßen eine solche Sicherungspflicht entfällt, gibt es allerdings nicht, wodurch viele Jäger verunsichert sind.
Außerdem fordert Aiwanger den bayerischen Landwirtschaftsminister Brunner auf, sich dafür einzusetzen, dass die Zuständigen für Jagdgebiete auf Staatsgrund an revierübergreifenden Wildschweinjagden teilnehmen sollen und nicht darauf bestehen, auf diesen Jagden auch gleichzeitig Rehe abzuschießen, „denn auch das mindert die Bereitschaft der privaten Jägerschaft, solche Jagden zu organisieren“, so Aiwanger.
Das von der Staatsregierung begleitete Pilotprojekt zum Einsatz von Nachtzielgeräten zur Wildschweinbejagung lehnen die Freien Wähler allerdings ab. "Das führt nur dazu, dass sich das Wild aufgrund des permanenten Jagddruckes noch besser in die Einstände zurückzieht, die Verbissschäden durch Rehe steigen und die eigentlich effektiven Drückjagden auf Wildschweine werden reduziert, weil sich die Jäger denken: ‚Ich hab ja jetzt ein Nachtzielgerät‘“, so der forstpolitische Sprecher, Leopold Herz, und die agrarpolitische Sprecherin der Freien Wähler, Ulrike Müller, abschließend. Beide hatten im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags gegen das Modellprojekt zur Einführung von Nachtzielgeräten gestimmt.
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Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel.: +49 (0) 89 / 41 26 – 29 41, Dirk.Oberjasper@FW-Landtag.de
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