Freie Wähler zu: Gesundheitsministerium und Versicherungswirtschaft kritisieren Hausärzte

Hubert Aiwanger: „Existenzängste der Hausärzte ernst nehmen – Gesundheitsversorgung sichern“

Pressemitteilung vom 23.12.2010

Einen Tag nach der Großkundgebung der bayerischen Hausärzte in Nürnberg fordert der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, die Politik in Land und Bund auf:

„Die Existenzängste der Hausärzte endlich ernst zu nehmen und ihnen eine verlässliche Zukunftsperspektive zu geben. Wenn derzeit knapp 3000 von 7000 bayerischen Hausärzten dazu bereit wären, ihre Kassenzulassung zurückzugeben, dann zeigt das die Endzeitstimmung in dieser Berufsgruppe. Da müssten schon längst alle Alarmleuchten bei den Politikern blinken.“

Die Tatsache, dass in vielen ländlichen Gebieten keine Nachfolger für Arztpraxen gefunden würden und die Kommunen zunehmend Geld in die Hand nehmen müssen, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen, offenbare den Ernst der Lage für die Versorgung der Bevölkerung. Als „geradezu zynisch“ bezeichnet Aiwanger „die Selbstgerechtigkeit von Krankenkassenfunktionären, die den Hausärzten die Bedingungen diktieren wollen, die Zusammenarbeit verweigern und auch noch so tun, als würden sie die kranken Menschen behandeln und nicht die Ärzte. Es ist unübersehbar, dass die jetzige Gesundheitspolitik darauf abzielt, die Freiheit der Ärzte immer weiter einzuschränken und die im Gesundheitsbereich Tätigen mit dem Rest abzuspeisen, den der kranke Gesundheitsapparat übrig lässt: Endziel börsennotierte Gesundheitsindustrie mit dem Patienten als Renditeobjekt und dem Arzt als notwendiges Übel und Kostenfaktor.“

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