Antrag  der Abgeordneten Hubert Aiwanger, Tanja Schweiger, Dr. Hans Jürgen Fahn, Thorsten Glauber, Prof. (Univ Lima) Dr. Peter Bauer, Dr. Karl Vetter und Fraktion (FW)

 

Ausbau der Suchtprävention in Bayern

 

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert:

1. Aufgrund der Zunahme des exzessiven Rauschtrinkens von Kindern und Jugendlichen wird die Suchtprävention Bayern ausgebaut.

2. Die bisher nur partiell eingesetzten Präventionsprojekte „HaLt“, „Mind-zone“ und „Disco Fieber“ werden flächendeckend in Bayern an allen Schulen angeboten.

3. Das Projekt „Elterntalk“ wird in Zukunft bayernweit durchgeführt. Dazu werden in jedem Landkreis mindestens 10 Eltern als Moderatoren geschult.

 

Begründung:

Die oben genannten Projekte sind im Rahmen der Suchtprävention als gute Ansätze zu bewerten, die aber aufgrund ihres Projektstatus nur einen Bruchteil aller Schüler in Bayern erreichen. Laut aktueller Angaben der Staatssekretärin Melanie Huml wird z.B. das Projekt „HaLt“ nur an 21 Standorten eingesetzt und erreicht 800 Jugendliche in Bayern. Die Suchtprävention wird aber in Bayern nur dann erfolgreich sein, wenn alle Kinder und Jugendliche einbezogen werden. „Elterntalk“ ist ein neues Instrument im Bereich der Suchtprävention, bei dem speziell geschulte Eltern andere Eltern zur Diskussion einladen, um Probleme des Medienkonsums (z.B. Fernsehen, Internet) und des Suchtverhaltens der Kinder zu besprechen und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln. Die ersten Erfahrungswerte zeigen, dass hier Eltern mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zusammenkommen, was gleichzeitig auch als ein Baustein der Integration bezeichnet werden kann.

 

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