Antrag der Abgeordneten Hubert Aiwanger, Tanja Schweiger, Dr. Hans Jürgen Fahn, Prof. (Univ Lima) Dr. Peter Bauer, Claudia Jung, Thorsten Glauber, Dr. Karl Vetter und Fraktion (FW)

 

EhrenamtsCard

 

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, ein Konzept zur Förderung der Einführung von EhrenamtsCards zu erstellen, um Anreize für ein verstärktes ehrenamtliches Engagement zu schaffen. Folgende Fördervoraussetzungen sollten dabei berücksichtigt werden:

─ Mindestengagement pro Woche von fünf Stunden;

─ schriftlicher Nachweis über die erbrachten Stunden;

─ kein Erhalt einer Aufwandsentschädigung o.ä. für das erbrachte Engagement;

─ regionale Unternehmen, Kommunen und staatliche Betriebe bieten Vergünstigungen gegen Vorlage dieser Karte an und dürfen im Gegenzug mit diesem Angebot werben.

 

Begründung:

Ehrenamtliches Engagement wird immer wichtiger. In Bereichen, aus denen sich der Staat zunehmend zurückzieht, ist es eine wertvolle und unverzichtbare Unterstützung für die Gesellschaft und trägt gleichzeitig zur Entlastung der Sozialsysteme bei. Eine Untersuchung der Stiftungshochschule München im Auftrag des Sozialministeriums kam 2008 zu dem Ergebnis, dass im Schnitt ein Einsatz von 1,00 Euro für bürgerliches Engagement einen finanziellen Nutzen von 7,24 Euro bringt. Es muss das Ziel einer modernen Sozialpolitik sein, mehr Menschen nachhaltig zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren und dies auch anzuerkennen. Hierzu könnte die EhrenamtsCard ein geeignetes Mittel sein. Im Landkreis Cham wurde die EhrenamtsCard bereits im Rahmen eines Modellversuchs erfolgreich eingeführt.

 

Zur Vorgangsmappe auf der Seite des Bayerischen Landtags