Antrag der Abgeordneten Hubert Aiwanger, Tanja Schweiger, Dr. Hans Jürgen Fahn, Prof. (Univ Lima) Dr. Peter Bauer, Claudia Jung und Fraktion (FW)
Förderung des Dialogs zwischen den Generationen
Der Landtag wolle beschließen:
Die Staatsregierung wird aufgefordert, die im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung des Landesnetzwerks für ehrenamtliches Engagement und der Freiwilligenagenturen möglichst zeitnah umzusetzen und dabei beispielhafte Projekte, die in der bundesweiten Woche des Ehrenamts vom 2. bis 11. Oktober 2009 mit dem Schwerpunkt des Dialogs der Generationen (Engagement von Jung und Alt) vorgestellt wurden, zu integrieren und entsprechend zu unterstützen. Dabei ist auch über die derzeit im Sozialministerium laufenden Umstrukturierungen „von einer Seniorenpolitik zu einer Politik der Generationen“ zu berichten.
Begründung:
Eine moderne Sozialpolitik muss das positive Potential älterer Menschen für die Gesellschaft erkennen und fördern. Gerade Senioren haben häufig Interesse, die Erfahrung und auch die erforderliche Zeit, um sich ehrenamtlich zu engagieren. In Bereichen, aus denen sich der Staat zunehmend zurückzieht, ist dies eine wertvolle Unterstützung. Eine Untersuchung der Stiftungshochschule München im Auftrag des Sozialministeriums kam 2008 zu dem Ergebnis, dass im Schnitt ein Einsatz von 1,00 Euro für bürgerliches Engagement einen finanziellen Nutzen von 7,24 Euro bringt. Daher müssen landesweite Netzwerke für ehrenamtliches Engagement gestärkt und auch Freiwilligenagenturen möglichst landkreisweit auf- und ausgebaut werden. In vielen Schulen in Bayern gibt es derzeit viele Projekte von Senioren und jungen Menschen, die zum Beispiel unter dem Motto „Begegnung bzw. Dialog der Generationen“ laufen. Diese Projekte sollen bayernweit ausgedehnt und von der Staatsregierung besser unterstützt werden.
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